Whisky Fair in Düsseldorf

In kleiner Besetzung traten Uwe und ich ganz spontan am Samstagmorgen unsere Reise gen Düsseldorf an. IMG_4447MiniBereits im RE5 von Bonn in Richtung Emmerich wurde der Tag unterhaltsam. Wir trafen auf eine Gruppe von acht jungen Herren aus der Nähe von Karlsruhe, die sich auf einer Junggesellenabschiedstour nach Düsseldorf befanden.

Das angebotene Frühstück in Form eines sicher sehr leckeren Rieslings im Plastikbecher mussten wir aufgrund moralischer Bedenken leider ablehnen. ;-) Nichtsdestotrotz entwickelte sich eine angenehme Gesprächsrunde in deren Verlauf wir den nichtsahnenden Bräutigam auf die lokalen Höhepunkte seines Zielortes Emmerich hinwiesen. Zum einen sei der dortige Bauernmarkt überregional für sein breites Angebot bekannt, zum anderen finde dort ja schließlich auch dieses Wochenende die Weltmeisterschaft im Synchronschwimmen statt. Einen Dämpfer bekam seine sicherlich vorhandene Vorfreude bei unserem Hinweis, dass es sich um die WM der Herren handele.

Der Bräutigam in Spe ließ sich seine Vorfreude wirklich nicht anmerken, die mitreisenden Freunde jedoch waren Feuer und Flamme vom bevorstehenden Wochenende. Die Truppe sah nach viel Entertainment aus und der Bräutigam wird das Wochenende sicherlich genossen haben.

Nach dieser unterhaltsamen Zugfahrt und einem kurzen Stück U-Bahnfahrt kamen wir an der Classic Remise an. Nach kurzer Orientierung fiel uns der Stand von Mareike Spitzer ins Auge. Unter dem Namen “Irish Whiskeys” vertreibt Sie ausschließlich irische Whiskeys, was ihrer Leidenschaft für diese milden Vertreter mit eigener Schreibweise ( Whiskey ) geschuldet ist. IMG_4457MiniSeit 2012 betreibt sie ihren Online-Shop, den sie stetig weiter ausbaut. Nach einer sehr informativen Einführung in ihr Sortiment und der Beschreibung von diversen Teeling Abfüllungen, sowie der Verkostung zweier Glendalough Abfüllungen ( 7 und 13 Jahre alt ), kamen wir zu einer absoluten Neuheit: Der Muldoon Irish Whiskey Liqueur hat uns an diesem Tage voll und ganz in seinen Bann gezogen. Hier ist etwas entstanden, was man ohne Übertreibung als ein auf Flaschen gezogenes Toffifee beschreiben kann. Karamell, Vanille, Toffee und ganz viel Haselnuss begeisterten nicht nur uns beide in Düsseldorf. Auch alle die ihn später bei uns verkostet haben, waren so begeistert, das unsere Vorräte schnell zuneige gingen und wir mittlerweile mehrfach nachbestellen mussten. Fazit: eine tolle junge Frau mit einem sehr guten Geschmack und viel Herzblut, die den irischen Whiskey in Deutschland sicherlich noch ein gutes Stück voranbringen wird. Wir wünschen ihr auf jeden Fall viel Erfolg!

Der restliche Messetag hatte es nach dieser Geschmacksbombe mit langem Nachhall wahrlich schwer. Erst der gute Herr Wurm von der “Märkischen Spezialitäten Brennerei”IMG_4477Mini aus Hagen konnte erneute Akzente setzen. Zum einen ist da natürlich seine völlig unkomplizierte und eventuell leicht extrovertierte Art hervorzuheben. Seinen Ausführungen kann ich wirklich stundenlang lauschen und werde völlig von seinem Fachwissen und der vielleicht manchmal nicht ganz alltäglichen Herangehensweise gefesselt. Man kommt aus dem Staunen und Lachen nicht mehr heraus. So ganz nebenbei destilliert der Gute auch noch wirklich Herausragendes. Hier die Empfehlung ihn einmal persönlich aufzusuchen, eine Verkostung mitzumachen und sich von der Qualität all seiner Brände selbst zu überzeugen. Er bietet zusammen mit seiner Gastronomieaffinen Ehefrau auch unterschiedlichste Events in seinen Räumlichkeiten an. Hier dient zum Beispiel eine umgebaute Esse in der alten Schmiede als ausreichend dimensionierter Grill. Passend hierzu seine Aussage “Steaks unter 5cm Dicke sind sowieso nur Carpaccio”. Mehr zu ihm und seinen Erzeugnissen in einem späteren Blog.

Und hier noch ein paar Impressionen: IMG_4467MiniIMG_4464.MiniJPG

 

 

 

Leider war auch dieser Tag schneller zuende als uns lieb war. Die Whisky Fair in Düsseldorf ist eine kleine aber feine Messe, die neben den Geschmacksknospen, dank der vielen außergewöhnlichen Fahrzeugen, auch die ästhetischen Bedürfnisse von Whisky- und Autoliebhabern bedient. Gerne kommen wir nächstes Jahr wieder.

So war unser Whiskydinner im Café von Sturm (Teil 2 Irland)

Die Überfahrt auf die grüne Insel gelang mit Hilfe eines irischen Trinkspruches recht mühelos:

Here´s to a long life and a merry one.
A quick death and an easy one.
A pretty girl and an honest one.
A good whisky and another one

Der erste Vertreter im Glase war ein waschechter Ire: Der Greenore 8 fängt einen sofort mit der typischen “grünen Wiese” in der Nase ein. Mit geschlossenen Augen habe ich direkt dieses Bild vor Augen. Frisches, saftig grünes Gras und strahlend blauer Himmel. Hiernach kommt die irische Süße, etwas Honig und natürlich auch der Klebstoff in der gelben Tube deutlich zum Tragen. 8yearoldBeim Greenore handelt es sich um einen Single Grain Whiskey, 8 Jahre lang in ex Bourbon-Fässern gelagert bringt er die typische Süße auch geschmacklich mit. Feine Getreidenoten, etwas Honig und auch Orangenaromen finde ich hier immer wieder. Leider ist der Gute derzeit nicht oder nur schwer zu bekommen.

Nach einem Ausflug in die Geschichte irischer Destillerien, deren Anzahl von 29 legalen Destillerien in 1885 auf nur noch 4 aktive Destillerien Anfang diesen Jahrhunderts zurück ging, können wir uns nun wieder über 9 Destillerien freuen, die produzieren aber noch nicht alle abfüllen. Gut Ding will eben Weile haben……..

LammkotelettsAuch essenstechnisch ging es nun auf die Insel. Zwei wirklich auf den Punkt gegarte  Lammkoteletts mit grünen Bohnen und Kartoffelecken wurden von einer Soße umrahmt die ihresgleichen sucht. Mehr Irland auf dem Teller geht nicht, wirklich kulinarische Spitzenklasse.

Um die Gäste hiernach wieder in den Bann ziehen zu können, musste es schon ein ordentliches Stück Destillationskunst sein. Dreifach destilliert, das Ganze in Pot Stills und mit einem gelben Punkt versehen. ;-) Wer dabei war weiß jetzt schon wovon ich rede, der große Bruder des Green Spot. Der Name ist aufgrund der unterschiedlichen Farbmarkierungen auf den lagernden Fässern entstanden, die der Brennmeister damals zur Qualifizierung der Destillate aufbrachte. Zur genauen Beschreibung des Yellow Spot geht´s hier lang:

http://tasting-team.de/blog/?p=228

Dieser wirklich tolle Whiskey hat auch die letzten Vorbehalte gegenüber irischen Whiskeys dahinschmelzen lassen. Hier waren sich alle Anwesenden einig, dieser Vertreter ist ein herausragender. Allerdings hat auch er das weit verbreitete Problem der Endlichkeit, ich hoffe aber dass er uns noch ein paar Tage zur Verfügung stehen wird.

Einen Ausflug in die bewegte irische Geschichte, beginnend mit der ersten Besiedelung ca. 7000 v.Chr. zeigte die wirklich interessante Entwicklung des Inselvolkes bis in Jahr 1998 und dem zugehörigen Karfreitagsabkommen. Auch vor schockierenden Bildern machten wir nicht halt. Wie am Vortragsabend heißt es nun stark sein oder nicht hinschauen:

Prohibition-page-001 Temperenzler

Mich persönlich schmerzt das linke Bild doch etwas mehr, die Prohibition war eine harte Zeit für die Iren, hier ging einmal mehr die komplette irische Wirtschaft in die Knie und man fand lange Jahre den Anschluss nicht mehr. Zum Glück befindet sich der irische Whiskey mittlerweile wieder im Aufwind und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Ich denke die Drohung der Damen wurde auch damals schon mit einem “Slainté” mannhaft hingenommen und man(n) wusste sich seinem Schicksal zu fügen. ;-)

Bevor wir uns nun dem finalen Whiskey zuwendeten gab es erst einmal den letzten Gang des Abends: Irish Coffee Cake mit Vanilleeis und Kürbiskernöl. Auch hier bewies das Café von Sturm erneut seine Ausnahmeklasse. Die Verarbeitung feinster Schokolade zu einem im Mund schmelzenden Kuchen habe ich noch nie vorher so erlebt und genossen. Dies war eine weitere Bestätigung für die große Fangemeinde der süßen von Sturm Kreationen.jqueryslider.image.1402949964

http://www.cafe-vonsturm.de/

Wir haben im Vorfeld lange überlegt wie man dieses kulinarische Tasting würdevoll abschließen könnte. Als einzige Möglichkeit blieb nur etwas Rauchiges über. Rauch in irischen Whiskeys? Nicht wirklich, oder? Na klar, einen Vertreter gibt es auch auf der grünen Insel:Connemara 12 Yr Old 2010

Der Connemara 12 vereint die typisch irische Milde mit den rauchigen Aromen der schottischen Inselwelt, hier allen voran die der Insel Islay. Mit seinem vollen Geschmack nach Torfrauch, gemälztem Getreide, Vanille, reifen Früchten und einer leichten Honigsüße harmonisierte er perfekt mit dem gebotenen Dessert. Dieser Connemara ermöglicht auch Whisk(e)yfreunden ohne bisherige Berührungen mit über Torfrauch gedarrtem Getreide einen Einstieg in diesen sehr speziellen Bereich der schottischen Destillate.

Mittlerweile versuchen sich weltweit viele Destillerien an rauchigen Abfüllungen, sei es direkt während der Herstellung des Destillats als auch im finishing der Whisk(e)ys, d.h. während der Lagerung des Produktes in gebrauchten Fässern, in denen vorher bereits rauchiger Whisky lagerte. Einer meiner persönlichen Favoriten der letztgenannten Gattung ist der Balvenie Islay Cask. Alle Stärken eines Balvenie abgerundet mit dem Rauch der Insel. Einfach perfekt. :-)

Einfach perfekt war auch dieser Abend, rundum zufrieden und geschmacklich völlig zufriedengestellt blieb uns nur der Dank an Astrid und Jörg Freyer und deren tolles Team für die reibungslose Abwicklung und das perfekte Vier-Gänge-Menü in stilvollem Ambiente. Ein großer Dank geht auch an unsere Zuhörer die, trotz der Dauer und des tatsächlich in geringer Dosis vorhandenen Alkoholgehaltes in unseren Getränken, bis zum letzten Satz aufmerksam waren und mit ihren Fragen, Kommentaren und Geschichten nicht unerheblich zum guten Gelingen des Abends beigetragen haben. Einig waren sich alle Anwesenden:

Dies war mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Café von Sturm. Erste Planungen laufen bereits und wir werden frühzeitig den nächsten Termin bekanntgeben.

Bis dahin bleibt alle gesund und einem guten Dram nicht abgeneigt.

Uwe & Markus

So war unser Whiskydinner im Café von Sturm (Teil 1 Deutschland)

In Anlehnung an das jährlich wiederkehrende Sylvester-Ritual begrüßte Uwe mit einem zufriedenen “All places layed out” Gäste und Gastgeber. Nach einer kurzen Einführung stießen wir gemeinsam mit dem Slyrs (=´Schlürs´) Whiskyliqueur auf einen schönen Abend an. IMG_4428.JPGmini

Unsere Zuhörer waren bunt gemischt, vom Whiskyneuling über erste vorhandene Erfahrungen bis hin zum Genießer / zur Genießerin war alles vorhanden.

Den Slyrs Whiskyliqueur haben wir aufgrund seiner ausgewogenen Milde und Süße als Starter gewählt, hier gilt es den Gaumen und die Zunge auf die bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten. Mit seiner angenehmen Süße, dem feinen Honigaroma sowie leichten Anklängen von Vanille und Kräutern fand der Slyrs umgehend den ein oder anderen neuen Freund.IMG_4433.JPGmini Derzeit mein persönlicher Favorit unter den deutschen Whiskyliqueuren.

http://www.slyrs.de/

In dem wirklich stilvollen Ambiente des http://www.cafe-vonsturm.de/ ließ auch der erste Gang nicht lange auf sich warten. Ein geschmacklich hervorragendes Sellerie- Creme- Süppchen mit einer perfekt angebratenen Jakobsmuschel machten Appetit auf mehr. Generell ist das Café von Sturm immer eine kulinarische Empfehlung für alle Feinschmecker, Schokoladen- und Tortenliebhaber. Wer sonntags einmal durch Odendorf fährt, wird anhand des übervollen Parkplatzes unschwer die Lage des Cafés an der Hauptstraße erkennen können.

279860_223878690989728_135786583132273_721254_5431221_ominiDer erste Single Malt Whisky in der Runde stammte aus Freudenberg am Main. Genauer gesagt aus der Edelobstbrennerei J. & M. Ziegler GmbH. Der erste Whisky aus dem Hause Ziegler hört aufgrund seiner tollen goldenen Farbe auf den passenden Namen Aureum 1865 und hat 5 Jahre Reifung in Allier-Eichen- , deutschen Kastanien-, spanischen Sherry- und amerikanischen Bourbon-Fässern erfahren dürfen. Dies macht ihn zu einem angenehm milden Whisky. Aufgrund der Lagerung im klimatisch eher mediterranem Mainklima und den milden Wintern lassen sich hier angenehme florale Noten, Vanille-, Frucht- und Toffee-Aromen finden.    http://www.brennerei-ziegler.de/whisky.html

Nach einigen grundsätzlichen Informationen über die Grundstoffe des Wassers des Lebens und die Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Whiskyarten setzen wir unsere Whiskyreise in nordwestlicher Richtung fort.logo200

Aus dem Schwarzwald stammt der Black Forrest Single Malt Whisky. Genauer gesagt aus der badischen Staatsbrauerei Rothaus. Nicht umsonst wurde diese Destillerie bereits mehrfach zur besten deutschen Whisky-Destillerie gekürt.  Beste Zutaten handwerklich perfekt zum Roh-Brand destilliert und in besten Hölzern gelagert. So entsteht ein toller Single Malt mit sehr feinen Geschmacksnoten. Eine angenehme Vanillenote gepaart mit Getreide- und Malzaromen wird durch feine dunkle Fruchtaromen wunderbar abgerundet.   http://www.kammer-kirsch.de/rothaus-single-malt-whisky/

An dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis an die Torf- und Rauchfans unter Euch. So Ihr denn noch die Möglichkeit habt, die 2014er Sonderabfüllung von Rothaus zu probieren oder Ihr gar noch eine Flasche ergattern könnt, nutzt dies auf jeden Fall aus. Belohnt wird es mit einer unglaublichen Karamellbombe und besten Raucharomen. Leider ist diese Abfüllung viel zu endlich, aber eben auch extrem lecker. :-)

Der zweite Gang wurde nun serviert: Hackfleischbällchen mit Spinat und Nüssen auf knusprigem Kartoffelpuffer. Eine tolle Komposition, die ich so bisher noch nicht gegessen hatte. Geschmacklich waren die Zutaten perfekt aufeinander abgestimmt und ließen keine Wünsche offen. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Küche, das war wirklich ein Menü der Spitzenklasse.

Der abschließende deutsche Vertreter kam an diesem Abend aus dem schönen Münsterland. Der J.B.G Münsterländer Single Malt Whisky aus der Gutsbrennerei Geuting e. K. in Bocholt.Lagerhaus Abgefüllt mit 43% vol. stand hier ein absoluter Newcomer vor unseren Gästen. Im Glas machten sich schnell Aromen wie Eichenholz, süße Früchte und etwas Malz breit. Die Nase versprach nicht zu viel, auch geschmacklich hatte dieser Single Malt einiges zu bieten: Mild und süß mit leichten Anklängen von Trauben kamen die Vanille der Bourbon-Fasslagerung sowie der Malzgeschmack gut zur Geltung. Auch leichte Anklänge von Rauch ließen sich hier finden. Insgesamt gelangten 937 Flaschen in den Handel und konnten aus dem Stand begeistern. Für mehr Infos: http://www.muensterland-whisky.de/

Die Reaktionen der Teilnehmer fielen überrascht und durchweg positiv aus. Auch die Anwesenden, die unsere deutschen Whiskys bisher noch nicht so positiv auf dem Schirm hatten, waren unisono der Meinung, dass hier ein breites und tolles Spektrum auf die Whiskyliebhaber wartet und in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch viel abwechslungsreiches auf uns alle wartet.

Bald mehr in Teil 2 und den irischen Vertretern des Abends………

Deutsch – Irisches Whiskeydinner am 21.03.2015 im Café von Sturm

Whiskey_vSturm-page-001Hallo ihr Lieben, am 21.03.2015 ist es soweit! Wir veranstalten unser erstes gemeinsames Tasting mit dem Café von Sturm. Um 19:00 Uhr geht´s los, vier tolle Gänge wechseln sich mit sieben außergewöhnlichen deutschen und irischen Whiskys ab. Freut euch auf einen unterhaltsamen und kulinarischen Abend. Die Veranstaltung eignet sich für Whiskyeinsteiger als auch für Kenner und Liebhaber. Wer also seine Geschmacksknospen einmal richtig verwöhnen möchte, ist herzlich eingeladen die meisterliche Küche Jörg Freyers, sowie unsere besondere Whiskyauswahl zu genießen. Anmeldungen ab sofort bitte direkt im Café von Sturm unter: 02255-1235

Geboten wird ein erstklassiges 4 – Gänge Menü umrahmt von 7 außergewöhnlichen Whisk(e)ys. Freut Euch auf einen kulinarischen Hochgenuss in entspannter und gemütlicher Atmosphäre.

Menü:

Sellerie- Creme- Süppchen mit Jakobsmuscheln

Hackfleischbällchen mit Spinat und Nüssen auf knusprigen Kartoffelpuffer

Lammkoteletts mit Schafkäse an grünen Bohnen und Bratlingen

Irish Coffee Cake mit Vanilleeis und Kürbiskernöl

Familie Freyer und wir freuen uns auf Euch!

Der Essiger Whiskyzirkel im General-Anzeiger

Hier der Link zum betreffenden Artikel vom 15.01.2015:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/swisttal/Eintauchen-in-die-Welt-des-Whiskys-article1537927.html

Ein sehr schöner Bericht von Frau Saxler-Schmidt, die an unserem letzten Tasting in 2014 teilgenommen hat. Ein Tasting im Restaurant “Zum Adler” wird jedoch nicht stattfinden, wir werden in diesem Jahr unseren Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Astrid & Jörg Freyer vom Café von Sturm legen. Gemeinsam haben wir bereits den ersten Termin festgelegt: Samstag, 21. März 2015

An diesem Abend wird es einen Vergleich deutscher und irischer Whisk(e)ys geben, welcher von einem herausragenden  3 – Gänge Menü eingerahmt werden wird. Mehr dazu in einem der Nächsten Blogs. Anmeldungen hierzu werden bereits jetzt im Café von Sturm entgegen genommen.

Das Whisky – Adventsgesteck 2014

Das Whisky – Adventsgesteck

Adventmini2Das Adventsgesteck des Essiger Whiskyzirkels ermöglicht es Ihnen, an jedem Adventswochenende entspannt zwei neue Whiskys kennen zu lernen, ohne die tägliche “Verpflichtung” eines 24-teiligen Adventskalenders einzugehen.

Holz ist ein Naturprodukt; wie Whisky hat jedes Exemplar seinen ganz eigenen Charakter, den wir erhalten wollten. Wir haben bewusst darauf geachtet, die rustikale Struktur der Fassdauben unverändert zu lassen und auf “Möbelschliff” verzichtet.

Adventsgesteckmini4Die Hölzer wurden so wenig wie möglich behandelt: lediglich lose Ablagerungen wurden entfernt und die Kanten etwas geschliffen. Bei einigen Stücken musste die Oberseite von losen Holzteilen befreit werden. Dadurch finden Sie neben Dauben mit tiefroter Oberfläche auch Stücke, die einen höheren Anteil an sichtbarer Maserung haben.

Jedes Gesteck ist ein Unikat und wurde individuell an die jeweilige Fassdaube angepasst.

Adventmini3Die Hölzer wurden mit einer offenporigen Lasur gestrichen, um das Holz zu schützen, ohne es zu versiegeln. Durch die matte Lasur kommen die Farben der Gestecke optimal zu Geltung.

Mit dem Whisky- Adventsgesteck erwerben Sie ein Geschenk mit Langzeit- Effekt: Die Flaschen können Sie zur Wiederbefüllung an den Whiskyzirkel zurückgeben, um auch in den Folgejahren die Adventszeit mit immer wieder neuen Entdeckungen ausschmücken!

Die Gestecke sind ab sofort und nur über uns zum Preis von 59,–€ zu erhalten. Für diesen Preis Beschreibung bunt-page-001bekommen Sie ein echtes Unikat mit acht außergewöhnlichen Whiskys, die ihre Adventswochenenden garantiert zu etwas ganz Besonderem machen.

Bei Interesse bitte eine kurze Mail an: kontakt@tasting-team.de

Wir werden die Gestecke auch auf dem Essiger Adventsmarkt anbieten, solange die Fassdauben reichen. Auch hier gilt, wer zuerst kommt, malt zuerst. ;-)

Eine schöne Adventszeit wünscht

Der Essiger Whiskyzirkel

 

 

Yellow Spot Single Pot Still Irisch Whiskey Aged 12 Years

IMG_0770miniEin guter Samstag neigt sich dem Ende zu und es ist an der Zeit den Tag mit einem herausragenden Iren ausklingen zu lassen. Nein, ich meine nicht Rea Garvey, der derzeit einer bekannten Castingshow im deutschen Fernsehen mit seinem  Witz und seiner charismatischen Ausstrahlung wieder zu alter Stärke verhilft.

Ich meine den Yellow Spot. Mehr als 12 Jahre lang in drei unterschiedlichen Fässern gereift: amerikanische Bourbon-, spanische Sherry- und spanische Malagafässer kamen hier zum Einsatz. Bourbon- und Sherryfässer sind ja durchaus bekannt, das spanische Malagafass ist jedoch der Garant für die außergewöhnliche Süße dieses Single Pot Still Whiskeys. Die Malagaweine oder -likörweine stammen aus der Region Andalusien. Bekannteste Vertreter dürften der Moscatell sowie der Pedro Ximénez sein. Letzterer gibt ja auch meinem Inselfavoriten, dem Laphroaig PX die richtige Süße.

Hergestellt wird er in der Midleton Distillery in Dublin, welche unter anderem auch Jameson, Tullamore Dew und Redbreast destilliert. Vertrieben wird er unter dem Namen Mitchell & Son, die seit 1805 Wein und Spirituosen in Dublin verkaufen. Der Name Yellow Spot leitet sich, genau wie der des 10-Jährigen Green Spot, von der Art Fässer mit einem Farbkleks zu markieren ab. Jedes Jahr bekommt somit eine andere Farbe zugewiesen. Ich bin gespannt was uns hier noch erwartet, zumal vom Yellow Spot auch nur 6000 Flaschen abgefüllt wurden und mir diese leider sehr endlich erscheinen.

Nase: Ganz vorne schraube ich die Tube Klebstoff auf, um keinen Markennamen zu nennen sage ich nur: Gelb und Vogel aus der Eulengattung. :) Gibt man ihm etwas Zeit im Glas kommt eine ungeheure Süße zum Vorschein: Aprikose, reifer Pfirsich, Vanille und Honig.

Geschmack: Auch hier finde ich ganz vorne die Aprikose, gefolgt von einem knackigen grünen Apfel. Kaffee, dunkle Schokolade und leichte Röstaromen runden das Ganze ab. Sehr süß und gleichzeitig trocken lässt sich auch die Eiche nieder.

Abgang: Übrig bleibt im Mund viel mehr als andere im Glas bieten: Aromen von Trockenfrüchten, Malz, die Süße von gebackener Banane mit Honig und eine Traube, die der Reifung in den bereits erwähnten andalusischen Malagafässern entstammt.

Mein Fazit: Eine absolute Empfehlung! Auch und gerade weil sich der Preis deutlich abhebt, gilt hier: Weniger ist mehr! Es ist ein besonderer Whiskey, den man mit viel Ruhe und Muße genießen sollte.

Sláinte!

Markus

Das Tasting Team am 14.11.14 in Duisdorf

Whisky_150dpi-page-001Wir freuen uns gemeinsam mit Conny´s Stern unseren nächsten öffentlichen Verkostungstermin anzukündigen. Am Freitag, den 14. November diesen Jahres, veranstaltet die Duisdorfer Gaststätte Conny´s Stern um 19:00 Uhr ihren zweiten Themenabend rund um das Wasser des Lebens. Conny´s Stern liegt direkt an der Rochusstraße gleich neben dem Kulturzentrum und ist auch vom Duisdorfer Bahnhof aus fußläufig erreichbar.

Wir werden eine Whiskyreise rund um den Globus antreten bei der einige spannende, und dem ein oder anderen auch sicher noch völlig unbekannte, Destillate verkostet werden wollen. Wer uns kennt, weiß, dass es natürlich viel Interessantes rund um die Whiskys, deren Herstellung und natürlich auch über die Herkunftsländer zu berichten gibt.

Ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass es ein geschmacklich sehr abwechslungsreicher Abend mit kurzweiliger Unterhaltung in einem ansprechenden Rahmen werden wird. Die Whiskys sind schon alle eingetroffen und wir arbeiten derzeit fleißig an unserem Vortrag. Der Abend eignet sich gleichermaßen für Whiskyneulinge, als auch für bereits Infizierte und Whiskyliebhaber.

Die Anmeldung ist ab sofort in Conny´Stern unter 0177 / 405 75 43 bis zum 10.11.2014 möglich. Wir freuen uns auf Duisdorf, die netten Gastgeber und natürlich auf Euch!

Bis bald………

Uwe & Markus

 

Kilkerran Work In Progress 6 Bourbon Wood

IMG_4029miniAls der Paketbote heute das Haus betrat, fing zumindest im Kopf schon das Wochenende an.
Neben einer Reihe Whiskys für unsere kommenden Verkostungen und unser Adventsgesteck wartete der Karton auch mit einem kleinen rosafarbenen Bonbon für mich auf. Rosafarben? Ja, rosafarbene Tube, rosafarbenes Etikett, aber der Flascheninhalt sah zumindest so aus wie er sein sollte: Goldglänzend und vielversprechend.

Über die Farbgebung mag man geteilter Meinung sein, aber wer Kilkerran auf dem Schirm hat, weiß, dass der Vorgänger z.B.  Baby blau war. Also Marketing, na egal. Hauptsache der Inhalt passt und das tut er.

Die Nase findet als erstes eine frische Frucht in Richtung rotgoldener, herbstlicher Apfel. Auch finde ich hier eine ausgeprägte Honigsüße und natürlich die Eiche aus den verwendeten Bourbon-Fässern.

Im Mund macht sich zuerst eine angenehme Süße breit, Aromen von Nüssen, leicht pfeffrig. Im Abgang bleibt eine sehr angenehme trockene Süße.

Fazit: Wie seine Vorgänger aus den Bourbonfässern macht mir dieser junge Whisky viel Freude. Er gehört auf jeden Fall zu meinen derzeitigen Lieblingen und bekommt eine bedenkenlose Empfehlung für alle Eichenfreunde. Kilkerran gehört generell zu meinen absoluten Favoriten in Sachen Bourbonfasslagerung.

Er lässt uns mit großer Spannung auf die erste Standardabfüllung warten. 2016 ist es soweit, der 12-Jährige Kilkerran wird in der Destillerie Glengyle das Licht der Welt erblicken.

Im Jahre 2000 wurde die Destillerie gekauft und vier lange Jahre renoviert. Das größte Problem hier muss wohl die Gebäudereinigung von Taubenhinterlassenschaften gewesen sein, die sich in den 75 Jahren seit der letzten Destillation in unvorstellbarer Menge angesammelt hatten. Das erinnert mich an einen Ausspruch meiner damals im Kindergartenalter befindlichen Tochter, nach einem Besuch in Köln: “Papa, die blöden Tauben scheißen den ganzen Dom kaputt” Das Ganze mit schreckgeweiteten Augen und wirklich großem Entsetzen. :-) Zum Glück stehen sowohl der Dom als auch die Destillerie heute noch.

2004 wurde dann das erste Destillat abgefüllt und reift seit dem beständig vor sich hin. Den Destillerienamen wollte und konnte man nicht verwenden, da es zum einen bereits einen blended Highland Malt unter diesem Namen gab und zum anderen die Namensrechte auch nicht gesichert werden konnten. Also entschied man sich für Kilkerran, das sich aus dem gälischen Namen der ersten Siedlung ableitet und heute Campbeltown heißt.

Sláinthe!

Markus

Das Tasting Team in Aachen (11.10.2014)

Die erste Verkostung in diesem Herbst ist geschafft: Am gestrigen Abend haben wir unseren Einsteigervortrag “Whisky – Eine Einführung” auf der Aachener Automeile gehalten. Gastgeber war die Scuderia Jansen, hier die Alfa Romeo und Jeep Filiale in der Neuenhofstraße.

Das Publikum war bunt gemischt und erwartungsfroh,IMG_4021mini die Auswahl startete mit dem Whiskyliqueur Drambuie. Über Dalwhinnie 15, Knockando 10, Balvenie Double Wood 12 näherten wir uns den maritimen und rauchigen Vertretern Talisker 10 und Ardbeg 10 an. Wie erwartet trat bei den letzten beiden eine rege Diskussion ein.

Drei der Teilnehmer ließen sich vom Torfrauch so nachhaltig begeistern, dass sie beide Flaschenreste adoptierten und um Nachschub baten. IMG_4019miniEinen solchen Erfolg der Inselvertreter hatten wir bisher bei noch keinem Tasting mit Ersttätern. :) Auf besonderen Wunsch fand auch der Glenfarclas 105 den Weg in die Runde, hier ging es um das Kennenlernen der Fassstärke, ein dankbarer Vertreter dieser Spezies mit 60vol.% welcher zeigt was in diesen Regionen möglich ist.

Auch unsere diesjährige Neuerung, die Adventsgestecke aus originalen Eichenfassdauben (im Bild oben vor dem Abendprogramm), fand direkt Anklang und Lob. Hierzu in einem der nächsten Blogs mehr.

Einen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an Stephan Jansen, der uns die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und für eine leckere italienische Grundlage sorgte. IMG_4025miniDa alle Anwesenden viel Interesse und Aufmerksamkeit zeigten, gehe ich davon aus, dass dies nicht der letzte Besuch in Aachen gewesen ist.

Ganz zum Schluß noch einen großen Dank an alle Anwesenden, die den Abend, durch aufmerksames Zuhören und spannende Zwischenfragen, auch für uns mehr als angenehm gemacht haben. Jederzeit gerne wieder.